9.5 – Gefährliches Japan

Dezember 5, 2009 at 4:05 (Uncategorized)

1. Erdbeben

Vor kurzem hab ich mein erstes Erdbeben hier erlebt. Nach 1,2 Sekunden war’s aber auch schon wieder vorbei und war auch nicht besonders spektakulär. Ich kenn das Gefühl von zu Hause. Wenn im Zimmer meiner Schwester jemand bissl fester auftritt, dann fühlt sich das bei mir im Zimmer genauso an wie das Erdbeben vor kurzem. Letzten Dienstag gab’s auch wieder eins, das ich aber nicht mitbekommen hab. War zu der Zeit wegen nem Uni-Programm unterwegs im Bus nach Kyoto.

2. Grippe

Zur Zeit sind einige Leute hier krank. Die Japaner sind aber so nett und tragen Atemschutz-Masken, wenn sie krank sind, um niemanden anzustecken. Hierzulande wäre es wohl jedem peinlich mit so nem Ding rumzulaufen. Aber auch einige Leute die gesund sind, tragen die Masken wohl um sich zu schützen. Busfahrer, etc. Unter den Austauschstudenten haben wir mittlerweile auch schon 2 Fälle mit Schweinegrippe. Beide sind aber wieder gesund. Ich kenn nur eine von den beiden näher und sie meinte, dass viel zu viel Wirbeln um das ganze gemacht wird. Sie hatte zwar hoches Fieber, aber das nervigste war es, niemanden treffen zu dürfen. Sie wär also eher an Langeweile als an der Krankheit gestorben ;) Sie heißt übrigens Isabell und studiert in der Schweiz…ist aber eigentlich aus Landshut…und wieder mal zeigt sich, wie klein die Welt doch ist.

3. Giftspinnen

Vor rund 15 Jahren haben sich die ersten Schwarzen Witwen von Australien aus nach Japan eingeschlichen und verbreiten sich schön langsam. Genaugenommen nicht Schwarze Witwen, sondern ihre australische Schwester, die Rot-Rücken-Spinne. An einem der beiden anderen Osaka Uni Campusse wurden an 3,4 Stellen welche gefunden, weswegen hier auch Warnungen aushängen. Hab mich mal bissl schlau gemacht und festgestellt, dass die Dinger ja gar nicht so gefährlich sind. Es wird wohl, wie immer, zu viel Panik im Volke verbreitet.

4. Discos

Wo wird grad von Panik sprechen: Die meisten Japaner haben ja grundsätzlich Angst davor in ne Disco zu gehen, da es dort „nur böse Menschen gibt“.  Natürlich waren die meisten nie selbst in einer Disco. Ich war jetzt zweimal (und das letzte Jahr ja auch schon) und nirgends kommt man (als Ausländer ??) so leicht ins Gespräch mit Leuten, wie in der Disco.

Einer meiner Lehrer meinte, dass er vor einigen Jahren mal in der Disco war, weil ihn ein ausländischer Freund überredet hat. Sein Kumpel hat seine Jacke ne halbe Stunde irgendwo liegen lassen. In der Zwischenzeit hat ihm doch tatsächlich jemand den Geldbeutel aus der Jacke geklaut! Wie schrecklich! Wie unerwartet! Oh mein Gott, wie ist Japan doch gefährlich! ….die Japaner haben meist nicht die geringste Ahnung wie die Zustände außerhalb Japans sind… Japan ist halt relativ sicher. Da wird dir der Geldbeutel normalerweise wahrscheinlich nicht mal gestohlen, wenn du ihn in Tokyo mitten in die Fußgängerzone legst. Ich hatte meinen Geldbeutel mit rund 500Euro und Kreditkarte letztes Jahr ja auch im Zug vergessen und hab ihn nach vier Stunden mit kompletten Inhalt wieder zurückbekommen. Nachdem ihn jemand gefunden und bei der Polizei abgegeben hat, war die japanische Polizei so nett und hat nen Polizisten von Tokyo zu mir nach Yokohama (rund 1 Stunde mit dem Zug) geschickt, der mir das Ding dann gegeben hat.

Das ist halt auch Japan.

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#9

November 29, 2009 at 4:47 (Uncategorized)

Soooo… da ich mittlerweile immer mehr hinterherhinke, weiß ich auch schon gar nicht mehr so recht, was ich eigentlich wann, mit wem und wo gemacht habe. Aber viel Spannendes gibt’s nicht zu erzählen. Ich kann euch größtenteils nur mehr Fotos von Leuten und von Essen anbieten.

Donnerstag, 19.11.. War mal wieder dran mit kochen und hab auf ganzer Linie überzeugt – Yay Me! Gab Schnitzel mit Reis und Gemüse.

El Chefkoch

La Creation

Sayaka und Kaori

Daan (Holland) – wohnt neben mir.

Freitag war nicht viel los. Keine Party, hab gelernt. Akira war kurz hier. Der Arme hat am Freitag immer bis 21:30 Uhr Unterricht. Wer mir zu der Zeit Unterricht verpassen will, der müsste erstmal an meiner D&D-Gruppe vorbei… und das könnte in bedingungslosem Oawaschl-Abschneiden enden – Gruß an die D&D-Gruppe! Special-Grüße an Mane!!

Und am Samstag ist noch weniger passiert als am Freitag. Bissl Skypen mit meiner Family – Grüße nach Hause! …ach ja, wer mich bei Skype adden will, der schickt mir am besten seine Kontakt-Daten. Irgendwie bekomm ich keine Nachricht, wenn mich jemand zu seiner Kontaktliste hinzufügen will. Hab das vor kurzem mit Hüssein ausprobiert. Keine Ahnung warum.

Sonntag. Hab Mai Mittag in nem Café in Umeda getoffen. Ich hab sie vor nem halben Jahr bei Mixi, dem japanischen Lokalisten, kennengelernt. Nettes Mädl. Bissl eigen, was aber nicht negativ gemeint ist. Sie entspricht außerdem dem typischen japanischen Arbeitnehmer: Einmal pro Woche frei und täglich Überstunden.

mit Mai

Sandwiches, Minestrone, Thunfisch-Salat und Bratkartoffeln

schön langsam wird’s auch in Japan Weihnachten

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Montag. War mit Akira beim Yaki-Niku  („gegrilltes Fleisch“) essen. War all-you-can-eat. Wie der Name vermuten lässt, gibt’s hier vor allem Fleisch, Fleisch und…. noch mehr Fleisch.

Reis gab’s natürlich auch

keine Ahnung welche Körperteile und Innereien ich so gegessen hab…

rohes Fleisch, rohes Ei, Seetang und was nicht identifizierbares. Das ganze mischt man und isst es roh… oder man gibt’s Akira ;)

Akira

noch mehr Fleisch…und Fisch

Dienstag. War im chinesischen Konsulat und hab mein Visum beantragt, da ich Weihnachten ja für ne Woche nach China flieg. Jetzt muss ich mir noch meine Wiedereinreisegenehmigung für Japan holen. Die Japaner wissen schon, wie sie den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen können. Obwohl ich ein Visum, also eine Aufenthaltsgenehmigung, für ein Jahr habe brauche ich diese Wiedereinreisegenehmigung, damit ich wieder zurück nach Japan darf. Das Ganze kostet mich 50 Euro. Plus 10 Euro Fahrtkosten um mir den Stempel zu holen und einen Tag an dem ich den Unterricht schwänzen muss, weil am Wochenende ja keiner da ist… die Japaner mögen ja arbeiten wie die Blöden, aber die Beamten sind auch in Japan… Beamte

Am Abend haben die Vietnamesinnen dann noch ne kleine Party geschmissen und nen Haufen Frühlingsrollen, Glasnudeln und Gemüse gemacht. War sehr lecker und auch bald alles weg. Merci!

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Am Donnerstag gab’s dann die besten Takoyaki, die ich bis jetzt gegessen habe…und ich war ja bisher eigentlich kein Fan von den Dingern… und am Freitag war Resteverwertung angesagt. Wer sich jetzt fragt „Was ist denn bitte ein Takoyaki?!“ und wer wissen will, wie sich Rotwein mit Curry verträgt, der sollte die Augen offen halten, um das nächste Update nicht zu verpassen. Stay tuned!

Sushi-Count: 205

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8.5 – Mehr Fotos

November 27, 2009 at 9:14 (Uncategorized)

Hier wie versprochen weitere Fotos zum Einstieg  ins Wochenende!

 

beim Karaoke – Che (Korea) und Akito

Pek (Korea) & Felix (Schweden)

Kyoko

ich

v.l.: Pek, Chiharu, Saori, Risa, kenn-ich-nicht

„Brotzeit“

9 Euro-Thunfisch

leider etwas schlecht zu erkennen zwischen den Stäbchen: 9 Euro im Größenvergleich mit Kyoko

japanische Garage

Landschaft von der Uni aus in Richtung Osaka

Landschaft 2 von der Uni aus in Richtung Osaka

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#8

November 23, 2009 at 3:52 (Uncategorized)

Guuuuten Abend Deutschland!!

Es ist mal wieder Blog-Zeit! Ich hab zwar grad nicht viel Lust auf schreiben, aber in den nächsten Tagen bin ich mal wieder ausgebucht, weswegen ich euch mit kleinen Anekdoten meiner Odyssee erfreuen möchte.

Die Zeit, die ich sonst für Mails und Blog verwendet hab, geht mittlerweile für Gitarre spielen drauf :P

DO & FR, 12. & 13.11. Bei Wakayama haben wir aufgehört, gell?! …Gut. Nachdem ich also den Drachen erschossen und die Prinzessin genossen habe, war’s Zeit, etwas Urlaub zu machen. Ich bin also mit meinem Gefolge gen Süden gereist. Wakayama (genauer gesagt: Shirahama) ist so 200 Kilometer weg von Minoh…denke ich. Wer’s genau wissen will, dem hilft Google Maps sicher weiter :P Nach diversen Zwischenstopps, zu denen es nicht so viel zu erzählen gibt, sind wir gegen 17 Uhr im Hotel angekommen. Am nächsten Tag das selbe Spiel mit anderen Zwischenstopps in die andere Richtung. Das Hotel war sehr komfortabel und wir haben für den Trip nur 30 Euro pro Person gezahlt. Das Hotel lag direkt am Strand, was eigentlich sehr gemein war, weil im November nicht wirklich Badewetter herrscht. Die Reise wäre im Frühling oder Sommer noch toller gewesen. Was soll’s, Shadi, Hüssein und der Russe sind trotzdem ins Meer. Ich musste in der Zwischenzeit ne Fotosession mit den Vietnamesinnen hinter mich bringen. Ach, was bin ich beliebt – Yay Me ! ;) Ich hab mich mit dem Gemeinschaftsbad im Hotel abgefunden. Shirahama ist ja berühmt für seine Onsen (heißen Quellen). Die Becken waren mir fast zu heiß. Aber am Rand ist’s auch gemütlich und so war ich einmal am Abend und einmal in der Nacht für je ~anderthalb Stunden drin und hab relääääxt – Yay Onsen!

Ansonsten war am Abend um 18Uhr ein gemeinschaftliches Abendessen angesetzt….und dann war’s endlich soweit! …K….Ka….Karaaaaaaaa~Okeeeee! Endlich! Wie hab ich Karaoke doch vermisst. Aber bissl aufgeregt war ich schon. Ein Jahr ohne Karaoke und dann gleich vor knapp 100 Leuten singen. Whatever, es war toll! Wegen großem Andrang konnte ich leider nur einmal singen und um 21 Uhr wurde das gemeinschaftliche Beisammensein dann beendet. Uns wurde aber gesagt, dass es im 4. Stock Karaoke-Boxen (…also „Zimmer“) gibt, wo man bis 23 Uhr singen kann. Das nächste Ziel war also klar. Zwei weitere Stunden Karaoke! Am Freitag Abend war ich dann hier in der Gegend auch nochmal mit ein paar Leuten. Und am Montag…. und am Dienstag Abend auch – Yay Karaoke!

Somit ist auch gleich erzählt, was ich die darauffolgenden Tage so gemacht habe: Nachmittag lernen –> Abend karaoke –> Abend weiterlernen & Gitarre.

Ah, am Sonntag Abend war ich mit Kyoko auf nem Konzert einer Uni-Band von hier. Zwei andere Bands haben auch gespielt. War ziemlich cool. Danach waren wir dann beim Sushi-essen und ich hab das beste Sushi meines Lebens gegessen… und auch das teuerste. Wir haben zu zweit knapp 70Euro gezahlt, wovon ~2/3 auf meine Kappe gingen. Aber es war das Geld wert! :) Wobei ich aber auch sagen muss, dass die teuren Sushi nicht unbedingt die besten sind. Ist halt Geschmackssache. Sushi bestellt man ja normalerweise einzeln, d.h. wenn man nur die billigen Fische (z.B. Lachs) ist, dann zahlt man auch nicht so viel. Und Gott sei Dank schmecken mir die billigeren Fische besser als die teuren. Hab ein Thunfisch-Sushi für 9 Euro gegessen…war schon gut, aber Lachs bleibt Lachs. Und ein Garnelen-Sushi für 4,50. Das nennt sich „Odori“, was übersetzt soviel bedeutet wie „Tanz“. Das Ding kommt frisch aus’m Aquarium, wird geköpft, geschält und serviert, weswegen sich der Schwanz noch bewegt, wenn man es bekommt.

Ansonsten gibt’s über die letzte Woche nicht so viel zu erzählen. Das übliche „Lernen und Freunde treffen“.

Und hier die grafische Untermalung meines illustren Alltags in Fernost:

Shirahama Beach

Hotel & Austauschstudenten

Zwischenstopp während der Anreise

gleicher Ort

Ivan

v.l.: kenn-ich-nicht (Korea), Nikolai (Russland), Pek (Korea), Felix (Schweden)

mein vietnamesischer Fanclub

Anreise

Rückfahrt

noch ein Bild

und noch ein Bild

Shadi, Hüssein und viel Umeshu (~Pflaumenwein)

Posen mit Hüssein (Türkei), mir, dem-Kerl-aus-Kambodscha und Vit (Tschechien)

Essen im Hotel

Speisesaal

Beim Karaoke im Hotel

Weitere Pics folgen demnächst, muss jetzt ins Betti ;)

Byebye!

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#7

November 15, 2009 at 5:11 (Uncategorized)

Hab mir schon wieder ziemlich Zeit gelassen, einen neuen Eintrag zu schreiben. Hier also die newest news aus J-Pan und thanx an die Leute, die täglich hier reinschaun und auf neue Einträge hoffen – special-Grüße an Maik!

 

Dienstag, 03.11.. Von SO bis DI war Uni-Fest an nem anderen Campus. SO und MO war das Wetter nicht so toll. Heute war’s wieder schön. Da ich eh nur heute Zeit hatte mir das Fest mal anzuschaun, hatte ich Glück. Zwei Bands von dem Uni-Musik-Club, dem ich beigetreten bin, hatten heute ihren Auftritt. Hab leider die Bandnamen vergessen :P Neben richtig viel zu essen, gab’s Konzerte diverser Uni-Bands, Tanz-Shows, etc.

DVC00064

DVC00056mit Tetsu (l.) werd ich demnächst vielleicht ne Band gründen

DVC00058mit Narushi (l.) und…

DVC00057…Koji (r.) hab ich zuletzt bissl gejammt

Am Abend gab’s dann noch ein gemütliches Beisammensein mit rund 25 Leuten aus dem Club. Hab zwei Töpfe Glühwein gemacht, der sehr gut angekommen ist. Hab selbst kaum was getrunken, da ich zu dem Zeitpunkt schon gemerkt hab, dass was nicht stimmt.

Mittwoch. Bin nach dem ersten Unterricht wieder nach Hause ins Bett… Erkältung und Fieber. Am Abend wurde ich von Shadi und Mizuki bekocht. Merci! Außerdem kam Akira vorbei und hat mir die Gitarre, die ich wollte, in nem Onlineshop bestellt.

CIMG4862Spaghetti mit verschiedenem Gemüse und Reis mit Hackfleisch

Donnerstag. Das Fieber war am morgen weg, weswegen ich in den Unterricht gegangen bin, danach im Rathaus meinen „Ausländer-Ausweis“ geholt hab und am Abend mit meiner Tutorin und einer ihrer Freundinnen im Izakaya war, da meine Tutorin Geburstag hatte. Habe im Laufe des Tages schon gemerkt, dass es mir wieder schlechter geht. So kam es wie es kommen musste: 39.4° Fieber am Abend.

DVC00066Rika, meine Tutorin

 

Freitag – Sonntag. Hab die meiste Zeit im Bett verbracht. Am Sonntag ging’s mir wieder einigermaßen gut. Meine Vorräte im Kühlschrank haben genau gereicht. War am Sonntag einkaufen und hab angefangen nachzulernen, was nachzulernen ist. Außerdem hab ich meine Gitarre heute bekommen. Jaja, in Japan kommt die Post auch am Sonntag.

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Montag, 09.11.. Nix aufregendes passiert. Es gibt noch immer viel zum nachlernen.

 

Dienstag. War Mittag mit Sayaka und ihrer Freundin Kaori beim Kentucky-Fried-Chicken-All-You-Can-Eat. Hab aber nicht so viel gegessen. Ich glaub ich hab mich hier daran gewöhnt, etwas weniger zu essen als zu Hause… obwohl…gerade wenn man im Supermarkt viel verschiedenes Essen kauft, will an von allem etwas essen, was dazu führt, dass man die Menge falsch kalkuliert und danach kurz vorm Platzen ist.  Sushi kann ich aber nachwievor essen bis ich umfalle ;) Auch Süßigkeiten ess ich wie blöd. Und trotzdem hab ich fast 4 Kilo abgenommen.

Am Abend hab ich in der Mensa gelernt und mal wieder zwei Mädls kennengelernt, mit denen ich nächste Woche am DI (…oder „übermorgen“, aus heutiger Sicht…) zum Karaoke gehn werde.

CIMG4864Sayaka (l.) und Kaori (r.) …siehe auch Halloween-Fotos

Mittwoch. Neben Freitag mein langer Tag an der Uni. Hab auch den Abend mit lernen verbracht, gibt also nix spannendes zu berichten.

Donnerstag + Freitag. Ausflug nach Wakayama (im Süden von Osaka). Wir waren mit drei Reisebussen unterwegs. Ca. 70 Austauschstudenten + ein paar Professoren. Ich bekomm von Hüssein noch einige Fotos, deswegen hör ich an der Stelle für heute auf und werd Ende der Wochen mehr über den Trip erzählen.

Bis demnächst!

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#6

November 1, 2009 at 3:49 (Uncategorized)

Es ist mal wieder so weit. Der letzte Eintrag liegt schon über ne Woche zurück. Dabei kommt es mir so vor, als ob’s gestern gewesen wär. Die Tage sind einfach viel zu kurz. Und die Nächte meist leider auch ;) Das werd ich wohl noch oft schreiben. Aber drehen wir das Rad der Zeit doch mal etwas zurück und schauen, was in letzter Zeit so passiert ist. Viel gibt’s aber nicht zu erzählen. Dafür hab ich diesmal umso mehr Fotos.

Samstag, 24.10.. Bin am Nachmittag dem Musik-Club hier an der Uni beigetreten. Jetzt muss ich nur noch Leute für ne Band finden und mir ne Gitarre kaufen. War dann am Abend mit Kyoko in Umeda in einem Izakaya (jap, Bar). Izakaya ist cool, aber teuer. 25 Euro pro Person. Gut, das, was man auf den Fotos sieht, ist auch nur die Hälfte von dem, was wir (…oder besser ICH :D …) gegessen haben.

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CIMG4777Rettich und ein jap. Gemüse links, Würstl oben, daneben Spieße mit gegrilltem Putenfleisch, in der Mitte frittiertes Putenfleisch, unten Pilz-Spieße.

Auf dem oberen Bild sieht man zusätzlich noch so ne Art Erbsen und frittierte Hühner-Knorpel.

Sonntag. Gibt nicht viel zu erzählen. Hab den Tag mit Lernen verbracht.

Montag. Hab mal wieder Bratkartoffeln gemacht. Diesmal für Natsumi und Mami. Sollte mir trotzdem schön langsam was anderes einfallen lassen. Irgendwie hat mir Natsumi nicht viel vertrauen entgegengebracht. Ich… und mein Essen… wurden noch nie mit soviel Skepsis betrachtet.  100 Fragen wie „Was kommt denn da noch rein?“, „Bleibt das so?“ oder „Hast du vor Japan auch schonmal gekocht?“ gingen einher mit einem Blick, den man normalerweise von jemandem erwartet, dem man weismachen will, dass Bier mit Apfelschorle ein leckerer Mix wäre.

CIMG4781Natsumi (l.) und Mami (r.)

Dienstag. Hab Mi-chan und ihre Freundin Mari in Namba getroffen.

CIMG4785Mi-chan (l.) und Mari (r.)

Donnerstag. …hab Akito am Abend in der Mensa getroffen und über Musik gelabert. Wir stehen beide auf B’z und er hat mich vor zwei Wochen vor der Mensa angesprochen, weil ich ein Tour-T-Shirt der Band anhatte. Demnächst gehn wir mal mit ein paar anderen Leuten zum Karaoke…. ICH WAR NOCH IMMER NICHT BEIM KARAOKE!!! AAAAHHHHH !!!!!!

Freitag. Um halb 5 gab’s die offizielle Begrüßungsfeier. Hat nicht lang gedauert. Zwei kurze Reden, dann war das Buffet eröffnet und nach ner Stunde war’s dann auch schon wieder vorbei.

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Am Abend war dann ne Halloween-Party vorm Wohnheim. Hier ist’s auch in der Nacht immer noch angenehm warm. Überraschenderweise waren über die Hälfte der Leute kostümiert, obwohl zunächst jeder meinte „Ich will nicht extra für Halloween-Klamotten Geld ausgeben“. Ich hab’s natürlich durchgezogen und mir nichts gekauft :P Hab aber so ne komische Kopfbedeckung geschenkt bekommen. Und ne Sonnenbrille wurde mir geliehen, die ich dann leider kaputt gemacht habe. Yay me ! …?…ach :(

Hab mir dann gegen halb 12 mit Fai aus Thailand vom Acker gemacht und im Wohnheim Glühwein getrunken.  Als wir gegen halb 2 wieder zurückkamen, war die Party dann überraschenderweise mehr oder weniger zu ende. Hab erfahren, dass der hiesige Sicherheitsmensch das Ganze aufgelöst hat. Der arme Kerl beschwert sich jeden Freitag und versucht erfolglos, die Partys hier ab 22 Uhr aufzulösen. Wahrscheinlich schon seit Jahren. Diesmal waren’s ziemlich viele Leute, weswegen es ihm dann vielleicht wirklich zuviel wurde. Die Party hat sich dann zunächst in das Wohnheim um die Ecke verlagert, wurde dann wieder aufgelöst, hat sich dann auf’s Dach das vom ersten Wohnheim verlagert und wurde dann endgültig aufgelöst… Naja, zumindest in kleine Gruppen zersplittert und viele Leute sind gegangen. …Ich hab also den ganzen Trubel verpasst. Anscheinend hatte er diesmal sogar ne Trillerpfeife dabei :)

CIMG4789Mizuki (r.) und irgendein Kerl (l.)

CIMG4790Ein Teil der bulgarischen Fraktion

CIMG4797kenn-ich-nicht (l.) und Tommy (Australien, r.)

CIMG4792Yukina

CIMG4800Vivian (England, l.), kenn-ich-nicht (m.), Sebastian (England, r.)

CIMG4836Kae (l.) kenn ich bereits seit dem ersten Tag hier

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vorm Wohnheim 1

CIMG4818Amelie (Frankreich, l.) mit zwei kenn-ich-nicht-Japanern

CIMG4824der Sicherheitsmensch… ne, Scherz ;) Aber so könnte er sich sicher besser durchsetzen

CIMG4828kann-den-Namen-nicht-schreiben aus einem baltischen Land

CIMG4832Sayaka (l.) mit einer Freundin

CIMG4839Masami …mit ihrer Brille, die ich kaputtgemacht habe

CIMG4840da war sie noch ganz…

CIMG4843…und da hatte ich mich bereits entschuldigt. Mit Fai (Thailand)

Samstag. Herrliches Wetter. Hab erstmal Ivan draußen erspäht und bissl geredet.

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Wohnheim 1. Da um die Ecke ist der Haupteingang, wo die Partys immer sind. Hab schonmal ein Foto hochgeladen, glaub ich.

CIMG4852Bin also rüber zu Ivan. Links Wohnheim 2, dahinter Tennis-Platz und unser Unterrichtsgebäude

CIMG4854harte Kerle brauchen eine ganze Tube Wasabi für 8 Maki-Sushi. Ich frag mich, ob Ivan den Nagellack noch immer dran hat.

Naja, als Mann tut man sich beim Abschminken halt nicht so leicht ;) – Gruß an meine D&D-Gruppe!

Hab den Tag zum einkaufen und zum lernen an der frischen Luft verwendet. Am Abend sind wir dann zu siebt nach Umeda in nen Club gefahren. Endlich mal Disco. War ganz ok, hab mit einigen Leuten geredet, aber niemanden näher kennengelernt. Jana kennt den DJ, der an dem Abend aufgelegt hat. Daher gab’s Discount beim Eintritt und an die 20 Freigetränke….also insgesamt, nicht für jeden ;) Gegen halb 6 Uhr morgens sind wir dann raus haben und was zu essen gesucht. Bereits ab Mitternacht fahren weder Bus noch Bahn, aber Essen kann man hier 24/7. Mein Frühstück:

DVC00042Das Ding in der Mitte nannte sich „Triple Burger“. Auf die Semmel wurde dabei gleich verzichtet, denn der Japaner ist ja so klug und weiß anscheinend: Wer drei Lagen Fleisch essen will, der will Speck und Käse zwischendrin, und nicht seinen Platz im Magen an Brot verschwenden. Der Burger links war meine Vorspeise. Ok, ich hab’s nicht ganz geschafft. Aber egal, irgendwie hatten wir ne Gruppenkasse und ich hab nur 3,50 Euro für alles bezahlt. Yay Me !! …um 8 Uhr waren wir dann endlich daheim und ich konnte ins Bett.

DVC00041

CIMG4858Zu Mittag hab ich dann natürlich nichts gebraucht. Aufgestanden bin ich gegen halb 2. Hab den Tag wieder zum Lernen genutzt. Mittlerweile wird’s etwas stressig. Werd deswegen wohl wieder mehr fertiges Essen kaufen. Am Abend hab ich gekocht, wie man oben sieht. Ramen (jap. Nudelsuppe) mit Schweinefleisch, Ei, Kohl, Pilzen, Bambus-Sprossen und Zwiebeln. Hat mich mit Abspülen fast anderthalb Stunden gekostet… ich hab die Zeit einfach nicht, aber jetzt hab ich das Gemüse schon daheim, weswegen ich in den nächsten Tagen wohl noch öfter selbst kochen werde.

Zu guter letzt noch ein paar Pix von der Uni:

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DVC00032von weitem

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#5

Oktober 22, 2009 at 4:18 (Uncategorized)

Montag. War bei Maya und „musste“ wieder kochen. Wenn alle Bratkartoffeln so gut gut wären wie meine, dann würd ich die Dinger viel öfter essen – Gruß an Oma :P – Yay me! Insgesamt waren wir rund acht Leute. Maya hat was ungarisches gekocht, da sie Ungarisch studiert und … sagt man „Ungarisch“ ? Hört sich grad etwas komisch für mich an. Mittlerweile wird’s etwas kompliziert, denn ich fange an auf Japanisch, Englisch, Deutsch und Bayrisch zu denken… egal, denn: Yay me! (…jaja, mein Ego ist und bleibt mein bester Freund ;) ) …wo war ich? „Ungarisch“… genau. Jedenfalls war sie ein Jahr in Ungarn als Austauschstudentin. Hat jedenfalls sehr lecker geschmeckt. Leider vergeht die Zeit momentan immer viel zu schnell. Gerade wenn man man ins Zentrum von Osaka will muss man schon um 22 Uhr spätestens zurück um dann den letzten Bus um 23 Uhr noch zu erwischen. Das nervt. Aber gut, bin momentan eh nur ~einmal pro Woche im Zentrum… weil am Wochenende einfach keiner mit mir weggehn mag… keiner mit mir weggehn mag, mit dem ICH weggehn mag – Yay me! – Gruß an mein Ego…hrhrhr.

Maya wohnt nur 10 Minuten von der Bushaltestelle weg, weswegen die „Party“ dann auch so bis 22:45 Uhr ging.

Pix:

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Dienstag. War mit Akira in Namba (südliches Zentrum von Osaka) auf Brautschau. Hab meine Zukünftige auch recht schnell gefunden. Naja, ich wusste ja schon von vorn herein, was mir so vorschwebt. Nur über die Farbe bin ich mir noch nicht im Klaren. See-Thru-Red macht in echt nämlich viel mehr her als hier auf der HP: http://www.espguitars.co.jp/edwards/frgt/E-FR-130GT.html

Außerdem hab ich mein Handy umgetauscht, weil der Touchscreen nur einen Tag funktioniert hat.

Wer sich für mein Handy interessiert: http://www.nttdocomo.co.jp/product/foma/prime/sh06a/gallery.html

Ich hab’s in rot. Leider kann das Ding viel zu viel, als dass ich hier alles beschreiben könnte, aber das Navi, das Wörterbuch und der Zug-Fahrplan erleichtern mir das Leben ungemein. Da fällt mir ein, dass ich nebenbei die TV-Funktion nutzen könnte, um etwas Japanisch-Input zu bekommen – Yay mein Handy!

Mittwoch. War heut Abend im „Club-Gebäude“. In Japan gibt’s an den Schulen und Unis Club, denen wohl die meisten Studenten beitreten. Da gibt’s von Fussball, über Karate, Ballet, Musik, Zeichnen, Lesen, so ziemlich alles, was man als Hobby haben kann. Ich glaub, an der Osaka-Uni gibt’s rund 80 Clubs. Manche sind strenger organisiert, manche weniger. Also mit regelmäßigen Training und so. Ich hab mich mit Leuten von einem der zwei Musik-Clubs getroffen. Werd wohl einem der beiden beitreten.

Donnerstag. War heute mit Shadi in Kyoto und hab mir die Parade des „Jidai-Matsuri“ („Epochen-Festl“) angeschaut. Hab auch Saori dort getroffen, die ein Jahr als Austauschstudentin in München war und im März zurück nach Japan gegangen ist. Die Professoren haben uns das Fest empfohlen, aber so toll war’s dann auch nicht. Es gab nur die Parade. Und anderthalb Stunden Leute in traditionellen Klamotten und Samurai-Rüstungen anzuschaun, wird auf Dauer etwas langweilig. Nach ~45 Minuten sind wir dann zum Sushi-Essen gegangen. In den 45 Minuten gab’s nur zwei Musikkapellen und ein oder zwei kleine Gruppen, die etwas Show …naja, „Show“… gemacht haben. Das Fest lohnt sich also nicht wirklich. Das Sushi war aber gut :)

Beim heimfahren gab’s dann mal wieder ein nettes Erlebnis. Die Japaner stürmen ja nicht wie wild in nen Zug oder Bus, sondern es wird sich fein säuberlich angestellt. Wer zuerst kommt, darf zuerst rein. An der Bushaltestelle saß dann ein Mann am vordersten Ende einer Bank (für rund 7-8 Personen). Shadi und ich standen am anderen Ende der Bank und haben den Fahrplan studiert. Die Bus-Fahrpläne sind hier relativ verwirrend. Wir stehen da also so 5-10 Minuten und diskutieren, welchen Bus wir denn jetzt nehmen müssen. Wir haben uns dann entschlossen den nächsten zu nehmen, der zwar nicht ganz bis zur Uni fuhr, aber auf die 20 Minuten Fussmarsch wollten wir uns dann doch einlassen. Wir setzen uns also neben den Kerl am anderen Ende, schauen nach rechts und bemerken, dass sich neben uns bereits eine Schlange von knapp 10 Leuten gebildet hat, die sich nun auch endlich hinsetzen konnten, nachdem wir uns hingesetzt hatten. In den knapp 10 Minuten ist keiner auf den Gedanken gekommen, an uns vorbeizugehen und sich hinzusetzen…

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#4

Oktober 17, 2009 at 4:12 (Uncategorized)

So, jetzt gibt’s endlich mal ein paar Fotos. Viel neues gibt’s ned zu berichten. Werd in der Woche wohl so 16,17 mal Unterricht zu je 90 Minuten haben. Bräuchte nur 11, aber ich will ja was lernen ;) Da das Unterrichtsgebäude direkt neben dem Wohnheim ist, brauch ich erst so um 8 aufstehn, auch wenn wenn ich in der Früh schon Unterricht hab (frühestens ab 8:50 Uhr). Ansonsten treff ich mich nach dem Unterricht eigentlich jeden Tag mit irgendwelchen Leuten, weswegen die Zeit ziemlich schnell vergeht. Ach ja, beim Einstufungstest hab ich die höchste von vier Stufen erreicht, aber 80% der Leute, die das selbe Programm wie ich machen, auch. Und viele von denen sind schon ziemlich gut, da werd ich mich wohl ranhalten müssen.

Am Donnerstag war ich mit mit fünf Japanerin in Kobe in einer deutschen Bar und hab ein Stück Heimat gefühlt. Die Weißwürste in Japan sind zwar nicht wie daheim, aber das wär wohl auch zuviel verlangt.

Naja, und jetzt am Samstag hat’s zum ersten mal in zwei Wochen geregnet, ansonsten war immer super Wetter. Deswegen sitz ich jetzt hier und schreib, weil keiner mit mir in die Stadt fahren will. Wenn ich mich schon etwas besser auskennen würde, dann würd ich allein fahren. Aber allein im Regen nach ner Bar oder nem Club zu suchen ist dann auch nicht so verlockend.

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Sportplatz im Zentrum der Uni, rundrum Uni-Gebäude

CIMG4606hinter der Uni

CIMG4610Wohngebiet neben der Uni

CIMG4614da hinten ist dann irgendwo Osaka-Stadt

CIMG4618nochmal hinter der Uni

CIMG4623Bratkartoffeln, Rühreier und Hendlhaxn mit Shadi und Mizuki

CIMG4625Mein Zimmer 1

CIMG4628Mein Zimmer 2

CIMG4629Mein Zimmer 3

DVC00002irgendwo in Osaka 1

DVC00012irgendwo in Osaka 2

DVC00004Austauschstudenten; von l. nach r.:

weiß-den-Namen-nicht (Kambodscha), Fiona (Macao), Elena (Bulgarien), Mojce (Slowenien), Vit (Tschechien), Ivan (Bulgarien), Larisa (Rumänien)

DVC00021Mit Maya (r.) und zwei ihrer Freundinnen in der deutschen Bar in Kobe

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#3

Oktober 11, 2009 at 6:11 (Uncategorized)

In 50 Wochen muss ich schon wieder nach Deutschland…

Am Freitag gab’s ne ziemlich große Party hier. Schwer zu sagen, wie viele Leute hier waren. Vielleicht so 80? Das ganze hat sich aufgeteilt in den Eingangsbereich vom Wohnheim (drinnen und draußen) und das Dach. Schade, dass es Nachts jetzt schon immer so kalt ist, denn von da oben hat man nen super Blick auf Osaka. Bei Nacht ist das schon sehr beeindruckend. Außerdem sind die Wände hoch genug, dass niemand runterfällt, sofern er nicht vor hat, runterzufallen.

Am Samstag war ich mit Mizuki, ner Japanerin, beim shoppen. Bin jetzt stolzer Besitzer eines Reiskochers – yay me! Langsam wird unsre Küche voller. Jetzt fehlen nur noch Salz, Pfeffer und dergleichen, dann kann man hier auch endlich mal kochen. Fragt sich nur wie oft. Denn wenn ich mir mein fertiges Abendessen im Supermarkt für drei, vier Euro kaufen kann (und damit meine ich richtiges Essen, keine Tiefkühlkost), dann überleg ich mir schon zweimal, ob ich mich wirklich ne Stunde an den Herd stelle. Wenn der Unterricht jetzt dann anfängt und alle am Abend öfter zu Hause sind, macht’s schon Sinn, aber für eine Person lohnt sich’s fast nicht. Werd mir aber wohl einige Portionen Reis einfrieren. Ach ja, Gemüse ist hier größtenteils billig – von den 1-Euro-Tomaten mal abgesehn. Obst dagegen ist oft ziemlich teuer.
Ein Handy hab ich jetzt auch – Gruß an alle, von denen ich Infos bekommen hab! Das Ladegerät musste ich mir extra kaufen, das war beim Handy nicht dabei o_O

Sonntag. War heute in Süd-Osaka. Hab mir ne Tasche gekauft und mich nach nem kuscheligen Kissen umgesehen. Mir wurde aber empfohlen, ein Kissen lieber bei Ikea zu kaufen. Na gut. Mittlerweile hab ich eh bald 400 Euro ausgegeben (und da ist das Handy nicht mit eingerechnet). Der Anfang ist teuer. Anfangs hab ich mir meine Ausgaben immer aufgeschrieben, damit ich bissl nachvollziehen kann, wieviel Geld ich so brauche. Ich hab mich jetzt aber dafür entschieden, das lieber nicht mehr zu tun. Ich achte in Deutschland genug auf mein Geld. Jetzt ist’s an der Zeit mal bissl verschwenderisch zu sein… schließlich gibt’s ja auch Stipendium – Gruß an das japanische Kultusministerium!

Und verzeiht Rechtschreibfehler und Wortwiederholungen in meinen Posts. Ich schreib den Blog hier grundsätzlich Nachts und bin mit einem Fuss dann meist schon im Bett ;)
Jetzt ist’s auch schon wieder 3 Uhr. Bis demnächst!

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#2

Oktober 8, 2009 at 11:53 (Uncategorized)

Bin am Dienstag erstmal 25 Minuten zu spät zur Orientation gekommen… was bissl doof ist, wenn die Orientation nur 30 Minuten dauert :P War etwas missverständlich notiert. Naja, ich hab nix wichtiges verpasst. Ohne das Ganze auf Englisch nachzulesen, ist es manchmal eh etwas schwierig, den Dozenten zu folgen. Anschließend gab’s dann noch ne Orientation zur Eröffnung des Bankkontos, die war schon interessanter. Danach bin ich mit Karl, nem Schweizer aus Zürich, nach Senri-chuo gefahren. Dauert mit dem Bus ne knappe halbe Stunde. Man findet dort ne große Einkaufspassage, die auch schön angelegt ist. Ich wollt mir nen Wecker kaufen, aber die beiden billigsten für unter 10 Euro waren ausverkauft und mehr wollte ich dann auch nicht bezahlen, hab ja bald ein Handy.

Am Mittwoch war dann erstmal ein 3-stündiger Einstufungstest in Form eines Multiple-Choice-Tests am PC, der sich auf Grammatik und Schriftzeichen bezog. Danach ging’s zum medical check ins Krankenhaus und anschließend zur Kontoeröffnung in die Bank. Das Ganze zieht sich immer etwas und man ist die meiste Zeit mit Warten beschäftigt. Dafür hat man die Möglichkeit, die Leute besser kennenzulernen. Mittlerweile halte ich mich hauptsächlich an Shadi, den Syrer, und Hussein, den Türken. Genauso wie die beiden Thais, reden sie meistens auf Japanisch, während sich die anderen, die ich sonst noch so kenne, nachwievor auf Englisch verständigen. …Da sind schon nette Leute dabei, aber warum soll ich meine Zeit mit Englisch vertrödeln ?!
Ach ja, das Stipendium wurde gekürzt… um ~50 Euro. Tja, warum soll man auch Geld in Bildung investieren, Studenten machen eh nur Party, oder? …oder?
Bei Leuten aus Europa und Amerika mag das ja vielleicht nicht so ins Gewicht fallen, da sich die Lebenshaltungskosten nicht so sehr von Japan unterschieden. Aber für Leute wie Shadi, dessen Landsleute in Syrien im Durchschnitt unter 200 Euro pro Monat verdienen, ist das schon einiges. Falls Shadi hier in Japan aber bescheiden leben sollte, dann wird er sich nächstes Jahr in Syrien von dem Ersparten mindestens drei Frauen kaufen können … ;) – Gruß an Shadi!
Donnerstag. Eigentlich hätte heute der mündliche Einstufungstest sein sollen, allerdings gab’s gestern Taifun-Warnung und in der Nacht ging’s auch ganz schön zu, weswegen am Vormittag dann tote Hose hier war. Der Tag ist dann allerdings doch richtig schön geworden und wir haben zu viert ne 2-Stunden-Wanderung zum Minoh-Wasserfall und anschließend in die Innenstadt gemacht. Während der Busfahrt Richtung Minoh hat dann das Handy einer Japanerin geklingelt. In Japan “darf” man im Zug und im Bus normalerweise nicht telefonieren, weil das die anderen Leute belästigt ;) …jedenfalls meinte der Busfahrer dann via Durchsage zu ihr, sie solle doch bitte aufhören zu telefonieren. DAS war ihr schon peinlich, weil sich Japaner ja meistens an die Regeln halten. Und wenn man etwas falsch macht, dann wird man höchstens indirekt darauf hingewiesen. An der nächsten Ampel ergriff der Busfahrer dann nochmal das Wort und hat erklärt, dass dieser Bus am Krankenhaus vorbeifährt und kostenlos ist, weswegen ihn viele ältere Leute benutzen. Das Handyverbot sei in diesem Bus also sehr wichtig, es könne ja sein, dass die Herzschrittmacher der alten Leute durch die Handystrahlung nicht mehr funktionieren… Das hat dem armen Mädl dann natürlich den Rest gegeben ;)

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