#19 – Thailand 1
Liebe Stalker-Gemeinde,
nach einer etwas längeren Pause gibt’s endlich wieder was zu lesen.
Am Dienstag bin ich aus Thailand zurückgekommen. Ums mit einem Satz zu sagen: Thailand wär ganz cool, wenn’s dort keine Thailänder geben würde. Gut, das ist jetzt etwas übertrieben. Ist man etwas abseits der Sehenswürdigkeiten unterwegs, dann trifft man immer wieder mal auf Leute, die einen anlächeln oder einem nett zuwinken. Aber man will als Tourist ja auch was sehen, weswegen man hauptsächlich mit Geld-geilen Leuten zu tun hat, die einem nur das Geld aus der Tasche ziehen wollen.
Aber das ist ja nicht nur in Thailand so. In China hatte ich das Glück, meistens in chinesischer Begleitung zu sein, ansonsten wär’s da wohl ähnlich gewesen. Jedesmal, wenn ich verreise, merke ich, wie toll Japan doch eigentlich ist. Klar, hier gibt’s auch Schattenseiten, aber schon als ich das erste mal hier war, ohne ein Wort Japanisch zu sprechen, kam ich gut zurecht, hab viele tolle Erfahrungen gemacht und hab mich immer sicher gefühlt. Japan ist sehr angenehm zu bereisen und man braucht sich eigentlich nie Sorgen machen. In (Ländern wie) Thailand musst du IMMER die Augen und Ohren offen halten, da bescheißt dich auch der Taxi-Fahrer, den dir dein 4-Sterne-Hotel ruft. Das macht auf Dauer ganz schön müde. Wahrscheinlich wär’s in Japan auch nicht anders, wenn der Tourismus ausgeprägter wäre. Vielleicht hab ich mich auch zu stark an die japanische Höflichkeit gewöhnt… die ja oft als “aufgesetzt” bezeichnet wird…auch von mir …warum ? Na weil sie das ist. Und das ist schlimm?! Schwachsinn. Egal ob in Deutschland, in Thailand, oder in Japan: Wenn die Bedienung im Restaurant nett zu dir ist, dann will sie nirgendwo deine Freundin sein. Höflichkeit ist immer “aufgesetzt”, da sie nichts anders ist, als eine Umgangsform mit Leuten, die man nicht, oder nicht wirklich kennt. Oder benutzt jemand das Wort des öfteren bezogen auf Familie und Freunde? Kurz gesagt: Ich find’s eigentlich schon ganz in Ordnung, wenn die Bedienung nett zu mir ist…auch wenn sie nen schlechten Tag hat. Zudem ist es ja nicht so, dass dir jede japanische Bedienung lieber in die Suppe spucken würde, anstelle höflich zu sein. Jeder hat mal nen guten und nen schlechten Tag, die Japaner verstehen’s nur besser, ihrer Laune nicht an den Gästen / Kunden auszulassen.
Hm, hab wieder viel rumgelabert… sollte vielleicht erwähnen, dass mir langweilig ist.
Ach ja: Wer in Japan bissl abseits von Tokyo / Osaka / Kyoto unterwegs ist, der wird auch hier Leute finden, die einen anlächeln, zuwinken oder einen ansprechen. Und auch wenn sich die meisten Bekanntschaften auf Reisen nur auf einen Tag beschränken: Bescheissen wird dich hier niemand.
Kyoko ist übrigens grad in Bali und dort genauso genervt von den Leuten, wie in Thailand.
Dann kommen wir doch mal zum Reisebericht:
Wir waren zunächst in Ayutthaya, was rund 100km nördlich von Bangkok liegt und früher die Hauptstadt Thailands war. Da wurden wir am ersten Abend auch gleich beschissen, als wir mit nem Tuktuk (thailändisches taxi-ähnliches Gefährt mit drei Rädern) zu nem bestimmten Restaurant fahren wollten. Die Fahrt kam mir schon relativ lang vor, ich hab mir die Karte vorher ja angeschaut. Am Restaurant angekommen hab ich die Leute dann gefragt, wo wir gerade sind, und wollte mir das Restaurant auf der Karte zeigen lassen. Der Tuktuk-Fahrer hat sich kurz mit den Restaurant-Leuten auf thailändisch verständigt, und siehe da, die Restaurant-Leute haben mir bestätigt, dass ihr Restaurant das ist, das auf der Karte eingezeichnet war. Komischerweise war aber die Kirche auf der anderen Seite des Flusses, die wir vom Biergarten aus sehen konnten, laut Karte rund 3km von unseren eigentlichen Ziel weg. Naja, für thailändische Verhältnisse war das Essen mit ~5 Euro pro Person schon über dem Durchschnitt, allerdings immer noch viel billiger als in Deutschland oder Japan. Der Tuktuk-Fahrer hat auf uns gewartet und uns wieder zum Hotel zurückgebracht. Als ich ihm dann weniger als vereinbart gezahlt habe, war er etwas stinkig, aber so mir nichts dir nichts lass ich mich dann auch nicht verarschen.
Ansonsten war ich von Ayutthaya etwas enttäuscht. Es gibt einiges Sehenswürdigkeiten, aber alles sieht gleich aus. Naja, “enttäuscht” ist nicht das richtige Wort, es war schon ok, aber ich hab’s mir etwas spektakulärer vorgestellt. Das Hotel war aber klasse
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Einschub:
Jetzt hat’s mir die Bilder, die ich unten ranhängen wollte, an die Galerie hier angefügt…hätte die Bilder doch wieder einzeln auf herkömmlichem Weg uploaden sollen. Whatever, hab keine Lust da jetzt noch rumzubasteln. Ab dem Hotel-Haustier gehn die Fotos vom Nationalpark los.
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- Hotel
- nochmal Hotel
- im Tuktuk
- Buddha-Statuen
- fast wie ein Christbaum ;)
- das Haustier des Hotels
- an der Rezeption…wir hatten eigentlich immer Bungalows, nur in Bangkok ein Hotel
- hinten den Fahrtwind zu genießen war schon sehr toll. So muss sich die Müllabfuhr fühlen :)
- grünes Thai-Curry, leckere Suppe und getrocknetes Fleisch
- Fledermäuse
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Von Ayutthaya aus ging’s dann in den Khao Yai Nationalpark. Zunächst sind wir rund 30 Minuten mit dem Tuktuk gefahren. An sich schon sehr geil, weil man ja hinten an der frischen Luft ist und so’n bisschen Cabrio-Feeling aufkommt. Aber bei meiner Größe ist’s dann doch nicht so komfortabel. In Bangkok sind wir nur noch Taxi gefahren, das ist komfortabler und billiger als Tuktuks…also so richtig billig. Innerhalb Bangkoks haben wir nie mehr als 1,50 Euro pro Person gezahlt.
Mit dem Bus sind wir nach ungefähr ner Stunde am Zielort angelangt. Als wir auf den Bus gewartet haben, hat man sich auch sehr gut um uns gekümmert, dass wir nicht in den falschen Bus einsteigen
Wir haben dann an 2 Touren in den Dschungel teilgenommen. Die erste war halbtags und wir waren nur zu zweit plus Führer. Am nächsten Tag waren wir den ganzen Tag unterwegs und es war noch ein anderer Deutscher dabei. Alles in allem war der Nationalpark wohl der beste Teil der Reise. Die Touren waren ne Mischung aus Auto-Fahren und Dschungel-Trekking. Am ersten Tag war noch ne Nacht-Safari mit dabei, am zweiten Tag waren wir am Abend noch bei ner Fledermaushöhle…das war echt beeindruckend. Rund eine Stunde lang kommen ununterbrochen Fledermäuse aus der Höhle, um sich was zu Futtern zu suchen. Ein paar Millionen Tiere sind das. Im Dschungel selber haben wir allerhand wilder Tiere gesehen. Elefanten, Schlangen, Affen, nen Skorpion, etc. Am aufregendsten war’s, als wir einer anderen 10-köpfigen Tour begegneten, die auf uns zuliefen, wären unsre Führerin nur “run!” schrie, wir umdrehten und den schmalen Pfad am Fluss (in dem’s anscheinend auch Krokodile gab) entlang zurückliefen… Die andere Gruppe hatte sich zu nah an nen Elefantenbullen rangewagt, der sie dann prompt verfolgt hat. Allerdings nur ein Stückchen.
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Beim nächsten Mal geht’s weiter mit Bangkok, gute Nacht!
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Sushi-Count: 480






























The B aus D-Länd sagte,
März 25, 2010 um 3:46 pm
Erstmal: Hübscher Bericht. Vielleicht ein bisschen zuviel vom “Genervt”-Streuer und von der Prise “Kapitalisti”, aber verübeln mag auch ich dir das nicht.
Im Übrigen finde ich deine Naturbildies mal wieder sehr gelungen – wirklich schöne Ansichten, die einen förmlich vom tristen D-Länd wegziehen. Naja – seuftz und so… Liebe Grüße an deine Holde und hoffendlich hast du dich gut erholt dort.
Gruß
The B aus D-Länd